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Biotech-Flash 02.04.2009, 10:07  
Fast nur Gewinner - Deutsche Biotechs gefragt

Weltweit verzeichneten die Aktienmärkte zuletzt Zugewinne und setzten die Anfang März gestartete Aufholjagd fort. Ganz oben auf der Einkaufsliste standen diesseits und jenseits des Atlantiks Pharmawerte.

Den größten Wertzuwachs unter den hier betrachteten Subindizes seit der letzten Woche verzeichnete mit einem Plus von 5,7 % der deutsche Prime Biotechnologie. Damit verzeichnet der Index seit Jahresbeginn nur noch einen Verlust von 1,3 %. Hauptgrund für den Kurssprung in dieser Woche waren die Aktien von Qiagen mit einem Wochengewinn von fast 10 % sowie die Anteilsscheine von MediGene mit Plus 15 %. Im Minus notierten im Vergleich zur Vorwoche lediglich der Nasdaq Biotech mit 1,9 % sowie der Amex Biotech mit 2,3 %. Der Vergleichsindex Nasdaq Composite verteuerte sich dagegen um 1,4 % und setzt seinen jüngsten Aufwärtstrend fort.


Index

aktueller
Stand

Diff. Vorwoche

ggü. Jahr.anf.

Nasdaq Biotech (US)

669

 -1,9 %

 -8,5 %

Amex Biotech (US)

633

 -2,3 %

 -2,3 %

Amex Pharma (US)

249

 +2,0 %

 -8,8 %

Pr. Ph. & Healthcare (D)

1.285

 +3,4 %

 -11,4 %

Pr. Biotechnologie (D)

149

 +5,7 %

 -1,3 %

Prime IG Healthcare (D)

235

 +1,7 %

 -14,9 %

MDax (D)

4.663

 +2,3 %

 -18,2 %

Nasdaq Composite (US)

1.551

 +1,4 %

 -4,8 %

                                                                  Daten vom 02.04.2009

MediGene berichtete über die Ergebnisse des Geschäftsjahres 2008. Das Unternehmen hat im vergangenen Jahr die Gesamterlöse um 66 % auf 39,6 Mio. Euro gesteigert. Beim Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen konnte der Verlust um 19 % auf 24,6 Mio. Euro gesenkt werden. Der Konzern verfügte zum Jahresende über liquide Mittel in Höhe von 25 Mio. Euro. Die Aktie wechselt zurzeit bei 4,08 den Besitzer.

Das Berliner Unternehmen Mologen präsentierte zu Wochenbeginn Zahlen für das Geschäftsjahr 2008. Der Jahresfehlbetrag konnte auf 6,1 Mio. Euro verringert werden nach 6,5 Mio. Euro im Vorjahr. Die liquiden Mittel beliefen sich zum Jahresende auf 3,3 Mio. Euro. Der Konzern erhält von der Europäischen Union in den Jahren 2009 bis 2011 eine finanzielle Förderung in Höhe von insgesamt 1,2 Mio. Euro für die präklinische Entwicklung eines Impfstoffes gegen die Infektionskrankheit Leishmaniose beim Menschen. Das biopharmazeutische Unternehmen gab weiterhin bekannt, dass über eine Kapitalerhöhung 2,8 Mio. Euro eingesammelt wurden. Der Aktienkurs notiert bei 6,00 Euro.

Evotec stellte die Geschäftszahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr 2008 vor. Die Umsätze konnten um 20 % auf knapp 40 Mio. Euro gesteigert werden. Der operative Verlust erhöhte sich aufgrund der jährlichen Werthaltigkeitsprüfung von rund 58 Mio. Euro im Vorjahr auf etwas mehr als 73 Mio. Euro. Der Jahresfehlbetrag stieg im gleichen Zeitraum um rund 30 Mio. Euro auf mehr als 78 Mio. Euro an. Für 2009 geht die Evotec-Gruppe von einem im Vergleich zum Vorjahr signifikant besseren operativen Ergebnis vor Wertberichtungen aus. Evotec-Wertpapiere verloren seit Jahresbeginn mehr als 10 % auf 0,76 Euro.

Der Wirkstoffentwickler 4SC wies für das Fiskaljahr 2008 einen erhöhten Verlust aus. Der Gesamtumsatz konnte zwar um gut das Doppelte auf 3 Mio. Euro angehoben werden, jedoch wuchs der operative Verlust im selben Zeitraum von rund 8 Mio. Euro auf knapp 13 Mio. Euro an. Das Jahresergebnis verschlechterte sich von minus 8 Mio. Euro auf minus 12 Mio. Euro. Grund für die gestiegenen Verluste waren Unternehmensangaben zufolge die gestiegenen F&E-Ausgaben. Das Biotech-Unternehmen blickt auf Grund seines Portfolios an Medikamentenkandidaten und Forschungskooperationen optimistisch in das Jahr 2009. 4SC-Papiere notieren am Donnerstag bei 2,85 Euro.

Der Medizintechnikkonzern Jenoptik meldete am vergangenen Freitag ein Umsatz- und Ergebnisplus für das Geschäftsjahr 2008. Der Umsatz belief sich auf 548 Mio. Euro nach 521 Mio. Euro im Vorjahr. Das Konzern-Betriebsergebnis stieg um 6 % auf 37 Mio. Euro. Für das Jahr 2008 plant das Jenaer Unternehmen keine Dividende an die Aktionäre auszuschütten. Wertpapiere wechseln für 3,52 Euro den Besitzer.

 


 

 

Die GoingPublic Media AG kann trotz sorgfältiger Auswahl und ständiger Verifizierung der Daten keine Gewähr für deren Richtigkeit übernehmen. Zur Berechnung der abgebildeten Kennzahlen werden die Schlusskurse des jeweiligen Vortages sowie die Gewinn- und Umsatzschätzungen von GoingPublic Research herangezogen. Alle aufgeführten Kurse beziehen sich auf den umsatzstärksten Börsenplatz der letzten 4 Wochen. Informationen zu einzelnen Unternehmen stellen keine Aufforderung zum Kauf bzw. Verkauf von Aktien dar.
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