| Biotech-Flash |
12.03.2009, 11:30 |
| Keine Besserung in Sicht - Indizes verlieren erneut kräftig an Wert
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Erneut eine verlustreiche Woche für die Anleger. Die Indizes verzeichnen alle rote Vorzeichen und setzen den seit Jahresbeginn vorherrschenden Abwärtstrend fort
Mit einem Kursabschlag
von über 10 % setzte sich der Prime Healthcare an die Spitze der
Negativ-Performer. Hauptgrund für den zweistelligen Verlust war die Aktie von
Fresenius Medical Care mit einem Wochenverlust von 11 %. Damit verliert der
Index seit Jahresanfang über 15 %. Ebenfalls deutliche Verluste verzeichnete
der Prime Pharma, welcher sich im Wochenverlauf um fast 6 % verbilligte. Gegen
den allgemeinen Abwärtstrend stemmte sich der Vergleichsindex Nasdaq Composite
mit einem Wochenplus von über 1 %.
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Index
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aktueller
Stand
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Diff. Vorwoche
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ggü. Jahr.anf.
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Nasdaq Biotech (US)
|
615
|
-3,1 %
|
-15,9 %
|
|
Amex Biotech (US)
|
554
|
-5,0 %
|
-14,5 %
|
|
Amex Pharma (US)
|
221
|
-0,9 %
|
-19,0 %
|
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Pr. Ph. & Healthcare (D)
|
1.226
|
-5,9 %
|
-15,4 %
|
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Pr. Biotechnologie (D)
|
141
|
-2,1 %
|
-6,6 %
|
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Prime IG Healthcare (D)
|
235
|
-10,3 %
|
-14,9 %
|
|
MDax (D)
|
4.362
|
-3,9 %
|
-23,4 %
|
|
Nasdaq Composite (US)
|
1.371
|
+1,3 %
|
-15,9 %
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Daten vom 12.03.2009
Biotest veröffentlichte sein Ergebnisse für das abgelaufene Geschäftsjahr.
Demnach konnte das Pharma-, Biotherapeutika- und Diagnostikunternehmen den
Umsatz im Berichtszeitraum um knapp 30 % auf 423 Mio. Euro steigern.
Hauptwachstumstreiber war dabei das Geschäft mit Plasmaproteinen. Das EBIT
stieg im gleichen Zeitraum um rund 44 % auf knapp 57 Mio. Euro an, während sich
das EBT um 34 % auf mehr als 40 Mio. Euro verbesserte. Die im SDax notierten
Aktien verbilligten sich seit Jahresanfang um mehr als 50 % auf 26,49 Euro.
Der Labor- und Prozesstechnologie-Anbieter Sartorius legte die
vergangenen Tage ebenfalls die Zahlen für das Fiskaljahr 2008 bekannt. Der
Umsatz erhöhte sich wechselkursbereinigt um knapp 1 % auf rund 612 Mio. Euro.
Auch der Auftragseingang konnte mit einem Plus von 1,6 % auf rund 610 Mio. Euro
verbessert werden. Das EBITA fiel im gleichen Zeitraum von rund 71 Mio. Euro
auf knapp 57 Mio. Euro. Der Jahresüberschuss reduzierte sich ebenfalls von rund
30 Mio. Euro im Vorjahr auf etwas mehr als 18 Mio. Euro. Für die
Biotechnologisparte rechnet Sartorius mit einer steigenden Profitabilität,
während der Konzern für das Mechatronikgeschäft vorerst keine Prognose abgab.
Die Anteilsscheine des Göttinger
Unternehmens notieren auf 12,19 Euro.
Geratherm Medical gab im Rahmen
vorläufiger Zahlen einen um 14,5 % auf 10,1 Mio. Euro gestiegenen Umsatz für
das Jahr 2008 bekannt. Der operative Gewinn jedoch war mit 0,6 Mio. Euro um 3,7
% schwächer als der des Vorjahres. Zudem sorgten Abschreibungen auf Wertpapiere
für ein negatives Finanzergebnis von 3,5 Mio. Euro. Das Konzerndefizit wird mit
2,9 Mio. Euro beziffert, während diese im Jahr 2007 mit 1,4 Mio. Euro noch
positiv ausgefallen waren. Aufgrund des Verlustes werde in diesem Jahr keine
Dividende möglich sein. Die endgültigen Zahlen wird Geratherm Medical, das
einen Ausblick für 2009 schuldig geblieben ist, am 16. April vorgelegen. Am
Morgen verharrten die Aktien unverändert bei 2,62 Euro nicht weit von ihrem
Tiefststand.
Die auf Healtcare spezialisierte Unternehmensgruppe DocCheck
präsentierte das Zahlenwerk für das abgelaufene Geschäftsjahr. Demnach erhöhte
sich der Umsatz im Berichtzeitraum um 5 % auf mehr als 15 Mio. Euro. Das
operative Ergebnis verdoppelte sich von 0,3 Mio. Euro auf 0,6 Mio. Euro,
während sich das EPS um einen Cent auf 0,12 Euro je Aktie verbesserte. Die vom
Vorstand vorgeschlagene Dividende beläuft sich für 2008 auf 5 Cent. Die
Anteilsscheine der Kölner Gruppe notieren bei 2,49 Euro nahe beim Allzeittief.
Der Optik- und Elektronikspezialist Carl
Zeiss Meditec leidet unter einem Auftragseinbruch, weshalb das Unternehmen
im bis Ende September laufenden Geschäftsjahr Kosten im Umfang von 60 Mio. Euro
einsparen möchte. Dies soll vor allem mittels Kurzarbeit realisiert werden. Die
Kurzarbeit werde rund 1.600 der weltweit 13.000 Mitarbeiter treffen. Im ersten
Quartal des Geschäftsjahres 2008/2009 gingen die Erlöse um 17 % auf 601 Mio.
Euro zurück, wofür hauptsächlich die Halbleiter- und Industrielle Messtechnik
verantwortlich ist. Konsequenterweise geht das Unternehmen von einem
Ergebnisrückgang aus und kündigt an, seine Investitionen zurückzufahren,
verweist jedoch auf die hohe Nettoliquidität und eine gute Eigenkapitalquote.
Der Kurs von Carl Zeiss Meditec präsentiert sich mit 9,43 Euro unverändert.
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