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Biotech-Flash 26.02.2009, 10:53  
Tränenreiche Vorstellung - Wo sind all’ die Pluszeichen hin?

Der allgemeinen Bärenstimmung der vergangenen Handelstage konnten sich auch die aufgeführten Biotechnologie- und Pharmaindizes erwartungsgemäß nicht entziehen. Rote Vorzeichen dominieren die Wochenperformance und ruinieren abermals die Jahresstatistik.

Der allgemeinen Bärenstimmung der vergangenen Handelstage konnten sich auch die aufgeführten Biotechnologie- und Pharmaindizes erwartungsgemäß nicht entziehen. Rote Vorzeichen dominieren die Wochenperformance und ruinieren abermals die Jahresstatistik.

Mit einem Kursabschlag von 5 % im Wochenvergleich setzte sich der deutsche Prime Pharma & Healthcare-Index an die Spitze der Flop-Performer. Schlechter entwickelte sich lediglich der deutsche Nebenwerte-Index MDax, der per Saldo knapp 7 % einbüßte. Der deutsche Prime IG Healthcare-Index verbuchte auf Wochenbasis ein Kursminus von „nur“ 3,2 %; im Vergleich zu seinen Indexpendants allerdings den geringsten Wochenverlust. Zu den weiteren „Outperformern“ gehörten die US-amerikanischen Branchenindizes Nasdaq Biotech und Amex Biotech, jeweils mit einem Wochenverlust von knapp 4 %.

Index

aktueller
Stand

Diff. Vorwoche

ggü. Jahr.anf.

Nasdaq Biotech (US)

710

 -3,8 %

 -2,9 %

Amex Biotech (US)

647

 -3,9 %

 -0,2 %

Amex Pharma (US)

244

 -4,3 %

 -10,6 %

Pr. Ph. & Healthcare (D)

1.368

 -5,0 %

 -5,7 %

Pr. Biotechnologie (D)

152

 -4,4 %

+0,7 %

Prime IG Healthcare (D)

271

 -3,2 %

 -1,8 %

MDax (D)

4.617

 -6,9 %

 -19,0 %

Nasdaq Composite (US)

1.425

 -2,9 %

 -12,6 %

                                                                                 Daten vom 26.02.2009

Der Molekulardiagnostiker
Epigenomics gab zur Wochenmitte bekannt, eine neue Lizenzvereinbarung mit Quest Diagnostics geschlossen zu haben. Im Rahmen der Kooperation gewährt Epigenomics dem US-Konzern das Recht, den patentgeschützten Biomarker GSTP1 zur Entwicklung eines molekularen Labortests zu verwenden. Finanzielle Einzelheiten zu dem Lizenzabkommen wurden nicht bekannt gegeben. Die Anteilsscheine des Berliner Biotechnologieunternehmens gaben nach gestrigen Kursgewinnen heute Morgen knapp 2 % auf 2,15 Euro ab.

Der Betreiber der Nabelschnurblutbank Vita 34 veröffentlichte am Freitag vergangener Woche seine Ergebnisse zum abgeschlossenen Fiskaljahr: Demnach haben die Leipziger in 2008 mit einer Steigerung von mehr als 5 % einen neuen Rekord bei der Einlagerung von Nabelschnurblut erzielen können. Der Umsatz ging mit 15 Mio. Euro marginal zurück, lag damit aber noch im Rahmen der Unternehmensprognose. Das EBIT übertraf dagegen mit minus 2,3 Mio. Euro die Prognosen leicht, während sich das Nettoergebnis von minus 1,2 Mio. Euro auf minus 1,7 Mio. Euro verschlechterte. Für 2009 rechnet Vita 34 mit einem positiven Jahresergebnis. Auf Wochenbasis verlieren Vita 34-Anteile in einem nervösen Marktumfeld per Saldo knapp 3 % auf nunmehr 2,82 Euro.

Das Münchener biopharmazeutische Unternehmen Wilex präsentierte sein Zahlenwerk für 2008 bereits am Donnerstag vor einer Woche. Unternehmensangaben zufolge erhöhten sich hierbei die sonstigen Erträge der Gesellschaft um gut ein Viertel auf 3,2 Mio. Euro. Wie auch in den vergangenen Jahren hat Wilex in 2008 keine Umsätze erzielt, weil sich alle Produkte in der klinischen Entwicklung befinden. Die sonstigen Aufwendungen konnten gegenüber dem Vorjahr um rund 7 % auf 24,6 Mio. Euro reduziert werden. Ausschlaggebend für den Rückgang waren die im Vergleich zu 2007 geringeren Forschungs- und Entwicklungskosten in Höhe von 20,2 Mio. Euro. Auf Wochensicht büßten die Wertpapiere der Gesellschaft fast 19 % auf 2,30 Euro ein.


 

 

Die GoingPublic Media AG kann trotz sorgfältiger Auswahl und ständiger Verifizierung der Daten keine Gewähr für deren Richtigkeit übernehmen. Zur Berechnung der abgebildeten Kennzahlen werden die Schlusskurse des jeweiligen Vortages sowie die Gewinn- und Umsatzschätzungen von GoingPublic Research herangezogen. Alle aufgeführten Kurse beziehen sich auf den umsatzstärksten Börsenplatz der letzten 4 Wochen. Informationen zu einzelnen Unternehmen stellen keine Aufforderung zum Kauf bzw. Verkauf von Aktien dar.
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