GoingPublic Media AG
Investor Relations
Presse/News
Jobs
Stellenmarkt
in Kooperation mit
Mediadaten
Neuemissionen
Kurzmeldungen
IPO im Fokus
GoingPublic Watchlist
Rückblick
Berichte & Specials
GoingPublic Kolumne
Smart Investor Weekly
Hidden Champions
Interviews
BUSE Awards
Being Public
GBI
13 Jahre GoingPublic -,
10 Jahre VC Magazin
Die Volltextsuche!
Service
Investor Relations Center
in Kooperation mit
 
EquityStory AG
eMail-Service/Newsletter  
Lexikon
GoingPublic Magazin
Sonderausgaben/Bücher
Events
Impressum/Kontakte
GoingPublic Kolumne 05.08.2009, 13:18  
Wie man es sich schwer macht - ... oder besser Augen zu und durch?

Sorgen und Bedenken, wie wir sie heute hegen, gibt es immer. Doch adäquate Chancen nur in sehr wenigen Fällen. Also: Don’t fight the Fed and don’t fight the Budget!

Die schönste Geschichte ist diejenige vom Tausendfüßler. Der läuft tagein und tagaus durch die Gegend, und es funktioniert alles ganz prächtig. Doch eines schönen Tages kommt er plötzlich auf die Idee, zu hinterfragen, wie das eigentlich funktioniert, seine tausend Füße so zu koordinieren, dass er sich nicht selbst permanent auf die Füße tritt. Von diesem Tag an hat ihn niemand mehr laufen sehen. Und ist das nicht bei Börsianern ebenso?

Was können wir jetzt nicht alles für Sorgen haben: Die Blase ist noch da, die Bewertungen sind noch viel zu hoch, private Pleiten und Firmenkonkurse stehen erst am Anfang, die Arbeitslosigkeit wird noch weiter ansteigen, die staatlichen Programme verpuffen im Konsum, die Inflation regiert, wird nur falsch gemessen. Die Unternehmen bekommen keine Kredite und investieren nicht, die Privaten ebenfalls nicht, zudem sind überall noch Überkapazitäten zu beobachten. Die staatlichen Investitionen sind viel zu gering, da die Ausgaben zu einem Großteil nur aus Transferzahlungen bestehen.

Einzig gut ist die expansive Geldpolitik, doch auch dieses Positive wendet sich ins Negative, wenn bald die Inflation heftig anspringt. An die Sparrate gar nicht zu denken, die zwar ebenfalls positive Auswirkungen hat, aber leider zu hundert Prozent zu Lasten des Konsums finanziert wird. Und wenn dann bald die Notenbanken wieder anfangen, das ganze Geld einzusammeln, dann ... oh je, wehe, wehe, wenn ich an das Ende sehe.

Man kann es jedoch auch ganz anders machen und sagen: Don’t fight the Fed and don’t fight the Budget! Geld- und Fiskalpolitik sind gegenwärtig so expansiv wie niemals zuvor in der Geschichte. Wirtschaft und die Börse sind heftig eingebrochen. Man könnte daher auch folgendermaßen argumentieren und agieren: Alle Bedenken auf einen Zettel schreiben, ihn zerknüllen und wegschmeißen. Und dafür an die Wand schreiben: Wenn sich in den nächsten Jahren die Wirtschaft und die Börsen nicht kräftig erholen und neue Höchstleistungen bringen, dann fresse ich einen Besen.

Ich bin ziemlich sicher, diese Mahlzeit bleibt Ihnen erspart.

Bernd Niquet

Die GoingPublic Kolumne ist ein Service des GoingPublic Magazins. GoingPublic ist allein für die Inhalte der Kolumne verantwortlich. Informationen zu einzelnen Unternehmen stellen keine Aufforderung zum Kauf bzw. Verkauf von Aktien dar. Die Kolumne erscheint wöchentlich in Zusammenarbeit mit dpa-AFX.

 


 

 

Die GoingPublic Media AG kann trotz sorgfältiger Auswahl und ständiger Verifizierung der Daten keine Gewähr für deren Richtigkeit übernehmen. Zur Berechnung der abgebildeten Kennzahlen werden die Schlusskurse des jeweiligen Vortages sowie die Gewinn- und Umsatzschätzungen von GoingPublic Research herangezogen. Alle aufgeführten Kurse beziehen sich auf den umsatzstärksten Börsenplatz der letzten 4 Wochen. Informationen zu einzelnen Unternehmen stellen keine Aufforderung zum Kauf bzw. Verkauf von Aktien dar.
© GoingPublic-Online 1999 - 2010

ANZEIGE
Kontakt Lexikon der Kürzel Drucken